Artist Statement

 

 

Wer in der Gegenwart lebt, hat keinen Grund mehr, sich zu beeilen

 

Im ästhetischen Spiel mit Licht und Raum berühre ich gern die technischen Grenzen von Fotografie und Video. Beide Medien nutze ich als Werkzeuge, um Bilder zu schaffen, die Beziehungen zwischen Objekten und Ereignissen allenfalls erahnen lassen. Durch Reduktion, Auflösung und Verfremdung versuche ich, Dinge in der Schwebe zu halten und sie somit von Sinn und Interpretation zu befreien. Der Augenblick ist mir wichtig, der Raum, der zwischen dem letzten und dem nächsten Moment entsteht. In diesem Moment ist alles offen, alles ist möglich, es gibt weder Grenzen noch Regeln.

 

Als ausgebildete Architektin spielen Räume - natürliche oder vom Menschen geschaffene - bei mir eine wichtige Rolle. Ich finde sie überall, im Großen sowie im Kleinen, drinnen und draußen, im Vorübergehen oder auf meinen Streifzügen durch Stadt und Natur. Viele dieser Welten schaffe ich selbst, indem ich aufnehme, aufbaue und fotografiere bzw. filme, in mehreren Schritten analog oder digital weiter bearbeite, das Ergebnis eventuell zerstöre und neu kombiniere. Sehr häufig verwende ich dafür Papier, Pappe und Stoff, arbeite mit verschiedenen Lichtquellen, Glas und Spiegeln.

 

Ich mag eine klare reduzierte Bildsprache, wie man sie in der japanischen Ästhetik aber auch bei den Architekten und Künstlern des Bauhauses findet.

Immer wieder finden sich Elemente aus diesen Bereichen in meinen Arbeiten.

 

 

gabi rottes 2016